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Warum PANOS?

Neben den motorischen Hauptsymptomen Zittern, Steifigkeit und Unterbeweglichkeit gehören zu der Erkrankung auch eine Reihe sogenannter nicht-motorischer Symptome, welche die Lebensqualität von Parkinsonpatienten in erheblichem Maße einschränken können. Hierzu gehören beispielsweise die Depression, Schmerzen, Schlafstörungen, Blutdruckregulationsstörungen oder sog. Impulskontrollstörungen.

Viele, aber nicht alle Symptome können wir gut durch Medikamente behandeln. Das gilt für die motorischen Symptome wie Unterbeweglichkeit, Zittern, Steifigkeit oder motorische Wirkschwankungen (Fluktuationen). Aber auch für viele nicht-motorische Symptome wie Depressionen, Halluzinationen oder Gedächtnisstörungen. Leider ist es bisher nicht möglich, das Absterben der Nervenzellen im Gehirn nachhaltig zu verlangsamen oder gar zu stoppen. Daran wird aber intensiv geforscht.

  • Levodopa, um fehlendes Dopamin im Gehirn zu ersetzen
  • Dopaminagonisten, um die Wirkung von Dopamin im Gehirn nachzuahmen
  • Dopaminabbauhemmer, um den Abbau von Dopamin zu verzögern

Achtung! Als Patient sollten Sie einige bedeutende Nebenwirkungen gut kennen. Warum? Nur so können Sie rechtzeitig den Arzt informieren! Denn in den meisten Fällen können die Nebenwirkungen durch eine rechtzeitige Änderung der Medikamente gut bekämpft werden! Nur durch Ihre wichtige Mithilfe können wir Ärzte dann Komplikationen und Notfälle frühzeitig vermeiden!

  • Trugbilder (Halluzinationen) und Wahnvorstellungen (z.B. Verfolgungswahn, Eifersuchtswahn)
  • Impulskontrollstörungen (z.B. Spielsucht, Kaufsucht, Sexsucht, Hobbyismus)
  • Ausgeprägte Tagesmüdigkeit oder Schlafattacken

Alle Parkinsonmedikamente können diese Nebenwirkungen machen. Häufiger treten sie jedoch bei Dopaminagonisten oder einem weiteren Medikament, Amantadin, auf.

Dennoch sind auch Dopaminagonisten und Amantadin gute Medikamente, Sie müssen keine Angst davor haben. Denn die Gefahr von motorischen Komplikationen wie Überbeweglichkeit (Dyskinesien) ist etwas geringer als mit hohen Dosen an Levodopa. Dopaminagonisten helfen, hohe Dosen an Levodopa zu vermeiden. Dies ist vor allem in den ersten Jahren nach Diagnose wichtig.

Und noch etwas: Tabletten führen oft zu schwankenden Konzentrationen in Blut und Gehirn. Dies wird im Verlauf der Erkrankung immer schlechter vertragen. Patienten leiden dann unter Wirkschwankungen. Wir Ärzte sagen, das therapeutische Fenster wird immer enger. Dann sind besonders gleichmäßige Therapien mit Medikamentenpumpen (Apomorphin oder Levodopa-Gel) oder durch Tiefe Hirnstimulation wichtig. Wenn sich Patienten rechtzeitig hierfür entscheiden, können sie große Vorteile haben.

Text folgt.

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